Hauptmerkmale

Den Anforderungen von heute und morgen gewachsen
Neben der einfachen und intuitiven Bedienung erfüllt triaMED alle Qualitätsanforderungen, die heute und in Zukunft an eine Krankengeschichte gestellt werden. triaMED wurde von gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten entwickelt. Aufbau und Konzept orientieren sich an den durch die Europäische Arbeitsgruppe für Qualität in der Hausarztmedizin (EQuiP) erlassenen Richtlinien und Qualitätsindikatoren.

Dank 15jähriger Forschung und Entwicklung von TriaMed im Bereich der Medizininformatik sind alle aktuellen und kommenden Anforderungen an ein medizinisches Informationssystem vollumfänglich umgesetzt. Insbesondere können die ‚Episodes of Care’ geführt werden und erlauben vergleichbare Auswertungen bezüglich Kosten und Qualität von Behandlungen.

Lifetime Krankengeschichte

Im Mittelpunkt von triaMED steht der Patient. Alle medizinischen und administrativen Informationen zum Patienten sind in einem Patientendossier zusammengestellt. Beim Öffnen des Patientendossiers wird automatisch die Lifetime Krankengeschichte des Patienten ermittelt und angezeigt. Damit gewinnen Sie einen raschen Überblick über alle relevanten medizinischen Informationen.

Problemorientiert

triaMED ist eine problemorientierte Krankengeschichte. Bei der problemorientierten Krankengeschichte ist das zentrale Element die so genannte Problemliste. Die Diagnosen und Probleme werden nach ihrer Bedeutung für den Patienten in einer Liste hierarchisch gegliedert.

Medizinisches Problem
Die Beziehung zwischen Patient und Arzt ist asymmetrisch, jeder hat darin seine Rolle. Der Patient hat ein mehr oder weniger klares Gesundheitsproblem oder mehrere Probleme, mit denen er zum Fachmann geht in der Hoffnung, dass sie gelöst werden und er wieder gesund wird. Die Aufgabe des Arztes besteht zunächst darin, die Probleme seines Patienten zu erkennen und zu strukturieren. Dann bildet er aufgrund seiner Kenntnisse Arbeitshypothesen, fällt therapeutische Entscheide und führt sie durch. Schliesslich verfolgt er den Verlauf, bildet allenfalls neue Hypothesen und fällt neue Entscheide. Alles geschieht in einem iterativen Prozess auf unvollkommene Weise und ohne letzte Sicherheit, solange der Patient am Leben ist. Der Patient ist also ein Problemträger und sein Arzt sein ‚Problemlöser‘ nach bestem Wissen und Gewissen.

Bei der problemorientierten Krankengeschichte ist das zentrale Element die so genannte Problemliste. Die Diagnosen und Probleme werden nach ihrer Bedeutung für den Patienten in einer Liste hierarchisch gegliedert. Alle Patienteninformationen werden im Sinne von Mustern (Patterns) zu ‘Problemen‘ zusammengefasst. Im Laufe des diagnostischen Prozesses werden diese Angaben zu eigentlichen Diagnosen präzisiert, andere bleiben als Problem stehen.

Problemliste
Die Problemliste besteht aus zwei Spalten. Links sind die aktuellen Diagnosen und Probleme des Patienten aufgeführt, rechts die Daten, welche diese Begründen.
Die Diagnosen und Probleme werden nach ihrer Bedeutung für den Patienten hierarchisch gegliedert und nummeriert. Nicht mehr aktuelle Probleme und Nebendiagnosen werden als inaktiv bezeichnet und folgen zuunterst.

Die begründenden Primärdaten stehen logisch gruppiert unterhalb von den einzelnen Diagnosen und Problemen und enthalten relevante anamnestische, klinische Zusatzinformationen.

Gruppierung
Im praktischen Alltag sind Probleme häufig miteinander verknüpft oder komplex untereinander vernetzt. Oft handelt es sich um ganze Regelkreise, in denen ein Problem das andere beeinflusst. Eine lineare Darstellung ist dann nicht ideal. Zusammengehörige Probleme werden in diesen Fällen zusammen dargestellt.

Episodenorientiert

Die problemorientierte Krankengeschichte stösst bei Vergleichen bezüglich Kosten und Qualität an Grenzen. Deshalb ist als weitere Behandlungseinheit die ‚Epsisode of Care’ im triaMED integriert. Die ‚Episode of Care’ ist die Zeitperiode der Dauer eines Gesundheitsproblems, gemessen vom ersten bis zum letzten Kontakt zwischen Patient und Arzt. Die Dokumentation des Verlaufs erfolgt pro Episode nach dem SOAP-Prinzip.

Behandlungseinheiten
Die problemorientierte Führung der Krankengeschichte stösst in gewissen Bereichen an Grenzen. Bei langen Patientendossiers verliert der Anwender die Übersicht, auch die Anforderungen des Managed Care können nur unbefriedigend abgebildet werden. Für vergleichbare Analysen von Patientenbehandlungen bezüglich Kosten und Qualität müssen die Daten im Patientendossier zusätzlich organisatorisch, zeitlich und inhaltlich gegliedert werden können. Die Behandlungsfälle, wie sie in der Praxis wirtschaftlich anfallen, müssen von der Krankheitsepisode unterschieden werden können, wie sie beim Patienten von Beginn bis zur Heilung eines Gesundheitsproblems abläuft.

Episode of Care
Die Episode ist die Zeitperiode der Dauer eines Gesundheitsproblems, gemessen vom ersten bis zum letzten Kontakt zwischen Patient und Leistungserbringern (Ausführender Arzt). Eine Episode beinhaltet alle Informationen zu einem einzelnen Gesundheitsproblem, die über einen definierten Zeitraum während allen Kontakten im Patientendossier erfasst werden. Eine Episode umfasst ein Gesundheitsproblem bei einem Patienten über die ganze Zeitperiode von der Entstehung bis zur Lösung. Die Dokumentation innerhalb dem einzelnen Kontakt erfolgt pro Episode nach dem SOAP-Prinzip. Exarcerabationen und Komplikationen einer Episode werden in eigenen Episoden dargestellt.

Alle medizinischen Daten – inklusive allen verordneten Leistungen wie Medikamente, Physiotherapie, Labor, Konsilien, Hospitalisationen – die zu einer Episode gehören, sind mit dem Problem verknüpft.

Episodenliste
Alle Episoden eines Patienten sind in einer Episoden-Liste aufgeführt, wobei abgeschlossene Episoden ausgeblendet werden können.

Kontakt
Die kleinste organisatorische Einheit des Informationssystems, die auf der Zeitachse zur Dokumentation sinnvoll ist, ist der Kontakt zwischen einem Leistungserbringer und einem Patienten. Es werden verschiedene Kontakttypen unterschieden: Konsultation, Hausbesuch, Spitalbesuch, Telefonische Konsultation, Telefonische Auskunft, Telefon Drittperson, Aktenstudium, Medikamentenabgabe, Dokumentation diagnostischer und therapeutischer Massnahmen und weitere. Die Kontakte ergeben in ihrer Gesamtheit die primär chrono-logische Reihenfolge der Einträge eines Patienten.

Reason for encounter
Für jede Episode kann pro Kontakt der Grund aus Sicht des Patienten erfasst werden.

Strukturorientiert

Ein hoher Strukturierungsgrad sorgt für mehr Übersicht und schnelleres Auffinden von Informationen und senkt das Risiko, dass wichtige Informationen übersehen werden. Krankengeschichten sind bereits in Papierform weitgehend strukturiert. Auf dem Umschlag der Papier-KG sowie mit Hilfe von verschiedenen Einlageblättern werden Informationseinheiten dokumentiert.

Die übersichtliche Baumstruktur von triaMED spiegelt den hohen Strukturierungsgrad von triaMED und orientiert sich stark an der Gliederung der heutigen Papier-Krankengeschichte.

Die Eingabe von Informationen und Daten in triaMED folgt dieser Struktur: Probleme tragen Sie also in die Problemliste ein, Diagnosen in die Diagnoseliste und so weiter. Die Navigation per Baumstruktur bringt sie schnell und einfach von einem Teil der Krankengeschichte in einen anderen.

Die höchststrukturierte Speicherung von Einträgen in die elektronische Krankengeschichte ist entscheidend für deren Nutzen. Der etwas grössere Erfassungsaufwand im Vergleich zur Papier-KG wird durch eine Reihe von Vorteilen aufgewogen:

  • Hohe Wiederverfügbarkeit aller Einträge (Berichte, verbesserte Übersicht)
  • Einfach aktualisierte Problem- und Therapieliste (kein Radiergummi)
  • Gute Lesbarkeit
  • Daten editier- und mutierbar
  • Qualitätsverbesserung (Interaktionscheck, Allergiecheck etc.)
  • Eine hoher Strukturierungsgrad erfordert auch eine strukturierte Arbeitsweise

Referenzorientiert

triaMED bietet Referenzierung nach Mass: Wörterbücher, Hilfstabellen, Textbausteine oder Freitext unterstützen eine einfache und schnelle Datenerfassung.

Die referenzierte Eingabe von Daten in eine Krankengeschichte bietet viele Vorteile. Sie garantiert eine hohe Datenqualität durch Plausibilisierung der Daten bei der Erfassung, ermöglicht verschiedene Ansichten auf die gleiche Information (z. B. Statusblatt, Monitor, Verlauf) und ist Grundlage für den standardisierten Datenaustausch sowie die systematische Auswertbarkeit der Daten. Die referenzierte Datenerfassung geht aber auch einher mit einem höheren Erfassungsaufwand und setzt die Verfügbarkeit etablierter Standard Wörterbücher voraus.

triaMED bietet Referenzierung nach Mass. Wo es möglich und sinnvoll ist, werden Wörterbücher zur Verfügung gestellt. triaMED greift deshalb bei der Erfassung von Diagnosen, Laborresultaten und Medikamenten auf diese integrierten Wörterbücher zu und ermöglicht so die Eingabe nach standardisierten Begriffen.

An bestimmten Stellen vereinfachen Hilfstabellen und Textbausteine die Datenerfassung. Zusätzlich haben Sie auch die Möglichkeit freie Texte einzugeben.

Zeitorientiert

Mit jedem KG-Eintrag werden drei Zeit-Datum-Stempel mitgespeichert. Das Dokumentationsdatum, das Ereignisdatum und das Validierungsdatum. Die ganze Krankengeschichte kann in Übersichtbildschirmen chronologisch dargestellt werden.

Quellenorientiert

Die eindeutige Zuordnung von Daten zur Erfasserin oder zum Erfasser ist eine Grundanforderung an jede elektronische Krankengeschichte. triaMED ist deshalb quellenorientiert aufgebaut und basiert auf dem Konzept „Information pro Eintrag“. Jeder Eintrag ist einem Benutzer, einem ausführenden Arzt und einem verantworltichen Arzt zugeordnet und wird nach Datum und Zeit gespeichert. Jeder Eintrag wird vom Benutzer dem auftraggebenden Arzt zugeordnet, falls dieser nicht mit dem Benutzer identisch ist.

Historisierung

triaMED zeichnet jede Veränderung von Einträgen lückenlos auf. Alle Veränderungen werden archiviert und können als Transaktions-Protokoll jederzeit wieder eingesehen werden. Dies betrifft sowohl Löschvorgänge, welche durch eine Falscheingabe entstanden sind (Korrekturen), als auch Einträge, welche nicht mehr aktuell sind und deshalb aus der Krankengeschichte entfernt wurden.

Durch dieses Historisierungs-Konzept ist sichergestellt, dass jede Änderung in der Krankengeschichte nachvollzogen und alle Mutationen von Einträgen in der Krankengeschichte lückenlos dokumentiert werden. Diese komplette Nachvollziehbarkeit aller Mutationen ist sowohl aus medizinischen wie auch juristischen Gründen eine Grundvoraussetzung an jede elektronische Krankengeschichte.

Validierung

Der Arzt muss alle Einträge digital visieren, die er nicht selber in die KG eingetragen hat. Damit ist die Einsichtnahme durch den Arzt sichergestellt.

Jede neue Information – Neueinträge, Modifikationen, Löschungen – in triaMED muss durch den verantwortlichen Arzt mittels einer digitalen Signatur visiert werden. Sie können sich dazu in einem separaten Fenster alle nicht validierten Einträge anzeigen lassen. Einträge, welche durch den verantwortlichen Arzt selber erfolgen, müssen nicht validiert werden, sondern werden automatisch als validiert gespeichert.

Diese fakultative Validierung ist ein wichtiger Eckpfeiler des Basiskonzeptes von triaMED, da dadurch sichergestellt ist, dass keine Einträge ungelesen in der Krankengeschichte „verschwinden“.

Prozessorientiert

Die Arbeitsabläufe einer Arztpraxis können im triaMED in Form von Terminen und Aufgaben abgebildet werden. Das elektronische Auftragsblatt stellt häufige Aufgaben in einem Fenster zusammen und erlaubt eine rasche Auftragserteilung durch den Arzt.

Durchgehende Ergonomie

triaMED weist eine durchgehende Ergonomie der Bildschirme auf. Damit ist eine rasche Einarbeitung und effizientes Arbeiten möglich.

Datenschutz, Datensicherheit

Bei der Krankengeschichte handelt es sich um hochsensible Daten. Der Zugang ist ohne Benutzeranmeldung mit Passwort nicht möglich. Die Datenbank selber ist nochmals mit einem separaten Passwort geschützt. Die Datensicherheit basiert auf technischen Massnahmen, wie regelmässiger Datensicherung, Zugangskontrollen.

Qualitätsindikatoren

Aufbau und Konzept von triaMED orientieren sich an den durch die Europäische Arbeitsgruppe für Qualität in der Hausarztmedizin erlassenen Richtlinien und Qualitätsindikatoren (EQuiP).