Trotz Skeptik – die Zukunft liegt in der Cloud

Der Trend ist klar: Immer mehr Unternehmen und Privatpersonen setzen auf Cloud-Lösungen. Flexibilität, Sicherheit und Zusammenarbeit sind die grossen Pluspunkte – gepaart mit transparenten Kosten. Diese Vorteile erkennen auch immer mehr Akteure im Gesundheitswesen. 

 

Der Erfolg der Cloud-Lösungen ruft aber auch Skeptiker auf den Plan. In den Medien liest man immer wieder Geschichten über Datenpannen. Beispielsweise Datenpannen des Sicherheitsunternehmens Ermetic oder Angriffe auf Social Media Anbieter wie jene der Facebook-Tochter Instagram. Im Fokus stehen dabei vor allem Cloud-Anbieter aus den USA.
Zu Recht fragen sich medizinische Leistungserbringer: Was bedeutet das für Datenschutz und Datensicherheit? Wie steht es um das Risiko des Datenverlusts? Geht die Flexibilität auf Kosten der Unabhängigkeit? Ist eine Cloud-Lösung wirklich günstiger? Swisscom Health gibt Antworten darauf.

Datenschutz und Datensicherheit
Ein zentrales Anliegen von medizinischen Leistungserbringern sind der Datenschutz und die Datensicherheit. Schliesslich arbeiten sie mit sensiblen Daten. Deshalb setzt Swisscom Health höchste Ansprüche an Datenschutz und Datensicherheit und behandelt Daten mit grösster Sorgfalt und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben.

Swisscom Health nimmt für Ihre Services auch die Dienstleistungen von Cloud-Anbietern in Anspruch. Beispielsweise hat sie im Laufe des Jahres 2020 im Rahmen ihres Life-Cycle-Managements das Hosting für diverse Produkte in eine neue Infrastruktur von Microsoft überführt. Die geheimnisgebundenen Daten werden ausschliesslich in einer für Swisscom betriebenen Umgebung in hochsicheren, georedundanten Rechenzentren in der Schweiz gespeichert und nicht ins Ausland übermittelt. Die Daten werden von Swisscom verschlüsselt, sodass Dritte keine Einsicht in sie haben und die Datenschutz- und Geheimhaltungspflichten uneingeschränkt erfüllt werden.

Zudem arbeitet Swisscom Health mit zahlreichen Spezialisten zusammen, welche die gobale IT-Sicherheitssituation rund um die Uhr beurteilen. Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse kommen in Form von Produktverbesserungen und zusätzlichen Sicherheitsmassnahmen den Bezügern von Cloud-Services zu gute. Des Weiteren beobachtet Swisscom Health die IT-Risiken für das Gesundheitswesen mit einem spezifischen Bedrohungsradar. Dieser wird gespiesen durch Informationen und Einschätzungen vom Bundesamt für Gesundheit, von Swisscom und anderen Quellen. Er bietet eine gesamtheitliche Sicht auf die Bedrohungslage. Ein zusätzliches und effizientes Mittel zum Schutz vor Cyberangriffen sind Sicherheitstests, also gezielte und beabsichtigte Angriffe auf die eigene Infrastruktur – bevor Cyberkriminelle zuschlagen. Solche Angriffe führen nicht nur die eigenen Security Experten durch. Um das verfügbare Know-how und damit die Vielfalt der Angriffsformen solcher Penetrationstest zu erweitern, arbeitet Swisscom Health auch in diesem Bereich mit externen Spezialisten zusammen.

Doppelte Verantwortlichkeit
Wichtig, damit die Daten sicher sind, ist die gemeinsame Verantwortung von Anbieter und Anwender. Auch der Anwender muss seinen Teil der Aufgaben machen, sein Betriebssystem aktuell halten, sichere Passwörter verwenden und eine Mehr-Faktor-Authentifizierung nutzen. Swisscom Health weist ihre Kunden deshalb darauf hin, dass sie ihre IT-Systeme aktuell halten müssen damit die volle Sicherheit gewährleistest ist. Selbstverständlich werden die Kunden bei Fragen zu diesem Thema von unseren Experten unterstützt.

Zeit- und ortsunabhängige Verfügbarkeit
Dank Cloud-Lösungen sind Daten per Login von überall her verfügbar und sie können so auch sicher gespeichert werden. Das hat nicht nur Vorteile für eine einzelne Artpraxis oder ein Spital, sondern auch bezüglich Kollaboration. Cloud-Lösungen erleichtern die Zusammenarbeit auch unternehmensübergreifend. Sie ermöglichen den Zugriff auf ausgewählte medizinische Information aus der Krankengeschichte oder das gemeinsame Führen der betreuungsrelevanten medizinischen Daten. Doch – wie auch auf der Website des Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten nachzulesen ist: Letztlich besteht das Risiko eines Datenverlusts oder eines Systemausfalls immer, unabhängig davon, ob die Datenverarbeitung in einer Cloud stattfindet oder nicht. Swisscom Health minimiert dieses Risiko mit verschiedenen Massnahmen. Unter anderem verwendet Swisscom Health Redundanzen, sie führt umfangreiche Tests durch und Updates und Erweiterungen werden stufenweise ausgerollt. Durch diese Redundanzen lassen sich auch versehentlich gelöschte Daten innerhalb eines gewissen Zeitraums wiederherstellen.

Das gesetzliche Umfeld der Cloud-Lösungen
Swisscom Health will das Gesundheitswesen umfassend vernetzen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Effizienz des Schweizer Gesundheitswesens leisten. Deshalb bieten wir neben der Praxissoftware auch digitale Lösungen für den Versand von grossen medizinischen und administrativen Daten und Bildern sowie ein umfassendes Forderungsmanagement an. Dieses umfassende Angebot lässt fürchten, dass eine Abhängigkeit vom Anbieter entsteht. Wir erweitern deshalb laufend die Funktionalitäten und gewährleisten insbesondere auch die Schnittstellen zu anderen Anwendungen und Geräten.

Natürlich muss auch Swisscom Health an mögliche Abhängigkeiten von Anbietern, wie beispielsweise Microsoft denken. Veränderungen im Marktumfeld sind schliesslich jederzeit möglich. Swisscom Health hat Experten eingesetzt, die aktiv beobachten, wie sich Gesetze, Gerichtsurteile und behördliche Massnahmen im Bereich Daten- und Geheimnisschutz auswirken, um reagieren zu können. Eine Migration auf einen anderen Schweizer Cloud-Anbieter ist technisch zu jedem Zeitpunkt möglich.

Transparente Kosten
Cloud-Lösungen laufen über ein Service-Abonnement. Die Umgebung wird vom Provider gewartet, grosse Investitionen in einen eigenen Server fallen weg. Der Kunde mietet nur jenen Speicherplatz, den er tatsächlich braucht, profitiert von einer höheren Rechenleistung und bekommt vom Anbieter Updates automatisch installiert, während sich der Anbieter auch um Fehlerbehebungen kümmert.

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